Vorstellung
Seit 1996 wird an der FH Augsburg der sogenannte Brückenbau-Wettbewerb durchgeführt. Diese Veranstaltung hat inzwischen "Kultstatus" erreicht und ist aus dem Terminkalender der Fachhochschule nicht mehr wegzudenken.
 |
Organisiert und durchgeführt wird dieser Wettbewerb gemeinsam von den Fachbereichen Bauingenieurwesen und Maschinenbau.
Beweggrund für Prof. Dr. François Colling, diesen Wettbewerb ins Leben zu rufen, war die Tatsache, dass Bauingenieur-Studenten im Verlaufe ihres Studiums zwar viel rechnen, aber so gut wie keine Modelle bauen. Eine Konstruktion bleibt somit meist etwas Abstraktes, wobei auf dem Papier schnell ein wichtiger Nachweis übersehen wird.
|
Der Vorteil des Modellbaues liegt darin, dass einem beim "händischen" Zusammenbauen die Schwachpunkte konkreter bewusst werden als auf dem Reißbrett oder bei der statischen Berechnung. Man "begreift" die Konstruktion im wahrsten Sinne des Wortes.
Jedes Brückenmodell wird im Rahmen einer "Vorlesung" bis zum Bruch belastet, wobei den "Bauherrn" anschaulich vor Augen geführt wird, was alles kaputt gehen kann, und was man eigentlich noch hätte berücksichtigen bzw. verbessern können. Jede Brücke wird vorab von den Professoren Dr. Colling und Dr. Ehret nach statischen Gesichtspunkten besprochen. Hierbei wird auf Stärken und vermeintliche Schwächen hingewiesen. Darüber hinaus wird die erwartete Versagensursache beschrieben und die Bruchlast geschätzt. Falsche Vorhersagen tragen dabei zur guten Stimmung bei.
|
|
 |
Für die Prüfung der Brücken wurde eigens ein Prüfstand gebaut, mit dem eine Last von ca. 5 Tonnen aufgebracht werden kann. Dieser Prüfstand wurde von Prof. Dr. Bolling, Fachbereich Maschinenbau, konzipiert und unter seiner Leitung gebaut.
Einen Eindruck über diese Veranstaltung vermittelt die Seite Impressionen, auf der einige Stimmungsbilder zusammengestellt und kommentiert sind.
|
|